Hintergrund der Prostitution

Für den Einstieg in die Prostitution stehen meist finanzielle Gründe im Vordergrund, sind jedoch verbunden mit andern innerseelischen, kulturellen und spirituellen Hintergründen.

 

Aus Studien mit Betroffenen geht hervor, dass ein hoher Prozentsatz der Frauen in Prostitution in der Kindheit oder Jugendzeit missbraucht wurde. Es zeigte sich auch, dass viele Frauen von kritischen Lebensereignissen extrem belastet waren.

 

Schwierige familiäre Verhältnisse, mangelnde emotionale Bindung, sexueller Missbrauch und sexuelle Ausbeutung als Teenager und Vergewaltigungen können einen Zirkel entstehen lassen, der letztendlich in die Prostitution führt. Zentral in diesem Prozess ist die Verinnerlichung einer mangelnden Selbstachtung, der kontinuierlich gestärkt und vertieft wird und in der sozialen Ausgrenzung gipfelt. Viele der interviewten Frauen wurden schon als Huren bezeichnet, lange bevor sie sich wirklich zu prostituieren begonnen haben.

 

Selbstverständlich stehen nebst diesen innerseelischen Motiven hinter der Prostitution auch wirtschaftliche Zwangslagen, Verschuldung, Arbeitslosigkeit, drohende Abhängigkeit von der Sozialhilfe. Armut und mangelnde berufliche Perspektiven fördern Prostitution und Frauenhandel.

 

Im Gegensatz zu den männlichen Nutzern werden Frauen in Prostitution sehr oft diskriminiert, leiden unter Isolation und führen nicht selten ein Doppelleben. Sie sind hohen Risiken ausgesetzt, beispielsweise durch Gewalt, ungewollte Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten. Sie leiden oft an Magen- und Unterleibsbeschwerden, an psychischen Problemen und an den Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum.

Frauen ohne geregelten Aufenthalt sind entsprechend höheren Risiken der Ausbeutung seitens HändlerInnen, Zuhälter, Bar- oder Zimmerbesitzer ausgesetzt.

 

 

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